Lexikon

AF / Autofokus

Als Autofocus bezeichnet man die Möglichkeit einer Kamera, auf ein bestimmtes Motiv automatisch scharfzustellen. Wärend das beim fotografieren oft gut funktioniert ist er bei Bewegtbild meist unbrauchbar. In den meisten Fällen nutz der Atuofocus kontrastreiche, helle Elemente im Bild um scharf zu stellen. Das sind dann nicht immer die richtigen. Deshalb Finger weg vom Autofocus! Es hat schon seinen Grund warum man die Autofocus- Funktion an professionellen Kameras vergeblich sucht.

 

ARRI

Arnold & Richter Cine Technik GmbH & Co ist ein in München ansässiges Unternehmen. Bekannt durch mechanische und seit ein paar Jahren auch digitale Filmkameras wie die D21 und ganz neu die Arri Alexa. Das Sortiment der eigenen Produkte umfasst Lampen, digitale wie mechanische Kameras, Filmbelichter und Abtaster sowie Kamerazubehör. Vertrieben werden auch Objektive, Stative, Software und Rekorder.

 

ein alter Heizungskeller aufgenommen mit vorhandenem Licht
ein alter Heizungskeller aufgenommen mit vorhandenem Licht

Availble Light

Engl. - "verfügbares, vorhandenes Licht". Situationen, in denen nur mit vorhandenem Licht gedreht wird.

Vorteil: die Farbwiedergabe entspricht der natürlichen Farbsituation und wird nicht durch die Farbtemperatur der Scheinwerfer verfälscht. Es entstehen sehr schöne natürliche Stimmungen. Andererseits ist es oft so, dass das vorhandene Licht gar nicht ausreicht.

 

AVID

Avid ist das am weitesten verbreitete digitale nonlineare Schnittsystem.

Blende

Die Blende regelt die ins Objektiv einfließende Lichtmenge. Wird die Blenden-

zahl um eine Stufe erhöht, so fällt nur noch die Hälfte des Lichtes ein (z.B. von 5.6 auf 8). Umgekehrt bedeutet eine Verringerung von 8 auf 5.6, dass doppelt so viel Licht einfallen kann.

Die Blende ist stets im Objektiv unterge-

bracht und funktioniert wie die menschliche Iris die sich bei Lichteinfall oder hellem Sonnenlicht enger zusammenzieht. Sie besteht beim Objektiv aus Metall - Lamellen die sich durch drehen des Blendenringes öffnen oder schließen.

Die Blende regelt zudem auch die Tiefenschärfe. Je weiter die Blende offen ist, desto niedriger die Tiefenschärfe.

 

Besonders schwierig die Automatikblende. Diese Funktion misst die Helligkeit des Bildes im Mittelwert. Bei ausgewogenen Bildern kann das ganz gut funktionieren. Bei hohen Kontrasten zum Beispiel auf einer dunklen Bühne hat man mit Automatik keine Chance. Gesichter sind dann oft nur noch helle Flecken. Auch hier gilt - wenn was Vernünftiges dabei herauskommen soll - Finger weg von der Automatikblende!

 

Bolex

Paillard-Bolex war ein schweizerisches Feinmechanikunternehmen, das neben Uhren auch für seine 16mm Filmkameras bekannt wurde.

 

CCD

Carged-coupled Device - CCD Sensoren sind lichtempfindliche Bauelemente. ursprünglich wurden ccd Chips entwickelt um Daten zu speichern. Schnell merkten die Wissenschaftler wie lichtempfindliche diese Bauelemente sind und wie einfach man damit ein zweidimensionales Bild erfassen konnte. Schon 1970 wurde der erste CCD Sensor gebaut, fünf Jahre später war es möglich sie mit einer ausreichenden Zahl Bildpunkte für eine Fernsehkamera herzustellen. Seitdem sind sie in den meisten Profi-Kameras verbaut. Übrigens haben ihre Erfinder Willard Boyle und George E. Smith 2009 dafür den Nobelpreis bekommen.

Bei professionellen Kameras werden oft drei CCD-Chips in einem Prismenblock verwendet. Durch den Lichtteiler bekommt jeder Chip nur die Lichtanteile einer Grundfarbe (rot/grün/blau).

 

Dedolight

ist ein kleiner Scheinwerfer mit asphärischem Linsensystem. Das besondere ist die hohe Präzision und die gleichmäßige Leuchtdichte des kleinen Scheinwerfers. Dedolights gibt es in 12 und 24V Ausführungen. Sie sind dimmbar und von flood bis spot fokussierbar.

 

DOF Andapter

depth of field - ist die Schärfentiefe. DOF-Adapter heißen so, weil man mit ihnen eine Schärfentiefe wie bei einer 35mm Filmkamera erreichen kann - und das mit einer normalen Videokamera. Diese Adapter werden vor eine Optik gesetzt. Das Bild wird von einer Mattscheibe abgefilmt, davor sitzen 35mm PL- oder Fotooptiken. Die Mattscheibe rotiert oder vibriert mit einer hohen Frequenz in der Bildebene. Das hat den Vorteil, dass man die Körnung der Mattscheibe nicht sieht. ein großer Nachteil der DOF-Adapter sie schlucken eine Menge Licht.

Dolly

ist ein Wagen mit dem sich saubere, weiche Kamerafahrten realisieren lassen. Dollys gibt es in verschiedenen Größen. Meist sind sie aber so groß, das der Kameramann und evtl. auch der Assistent darauf sitzen können. Dollys fahren auf Gummirädern oder Schienen. Als Aufbauten gibt es, Stative, Hubsäulen, oder Kamerakräne. Die Krone der Dollyschöpfung sind momentan wohl die Motion Control Dollys, bei denen alle Bewegungen komplett programmiert werden und exakt gleich wiederholbar sind.

 

Der erste Scherendolly entstand in Amerika, als Filmproduzenten einen Wagen, den die Luftwaffe im 2. Weltkrieg nutzte um Bomben unter die Flugzeuge zu heben, zweckentfremdeten. Damit waren zum ersten mal horizontale und vertikale Bewegungen gleichzeitig möglich.

 

EDL

Eine Schnittliste, engl. Edit Decision List (EDL), ist die Beschreibung einer Schnittfassung eines Films. Sie beinhaltet eine Liste von Timecodes aus dem Rohmaterial und eine Liste, wie diese Clips im Film angeordnet sind. 

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur gibt die "Farbqualität" einer Lichtquelle an. Gedacht entspricht die Farbe mit der eine schwarze Metallkugel bei dieser Temperatur glühen würde. Die Einheit ist Kelvin (K) oder Mired (M). Die Kelvinskala dient dabei als Grundlage, um die Farbe des Lichtes anzugeben. Sie beginnt - wie auch die Temperaturmessung - beim absoluten Nullpunkt (-273°C). Rötliches Licht von glühendem Eisen beispielsweise hat etwa eine Farbtemperatur von 1000°C, und somit eine Farbtemperatur von 1273 Kelvin. Das blaue Licht eines nördlichen Himmels dagegen hat ungefähr eine Farbtemperatur von 25000 Kelvin.

Beispiel Farbtemperaturen

Lichtsituation         Farbtemperatur
Kerzenflamme   1.500K
60W Glühlampe   2.800K
Kunstlich Halogenlampe   3.200K
Brut   5.000K
Morgen- und Abendsonne   5.000-5.500K
Tageslicht, HMI   5.600K
Mittagssonnelicht   5.600-5.900K
Licht bei völlig bedecktem Himmel   6.700-7.000K
Nebel, starker Dunst   7.500-8.500K
Licht aus blauem Himmel nach Sonnenuntergang   10.000-12.000K
Klares blaues Licht, nördliches Himmelslicht   15.000-27.000K

 

Farbkorrektur / Color Grading

Filmaufnahmen werden häufig mit unterschiedlichem Film-

material oder Weißabgleich unter wechselnden Lichtverhältnissen gedreht. Deshalb ist es nötig, alle Aufnahmen der Angleichung zu unterziehen, damit die Wahrnehmung des Zuschauers nicht durch wechselnde Farbstiche von Szene zu Szene gestört wird. Obwohl die Szenen durch Adaptionseffekte des Auges für sich genommen stimmig erscheinen, muss bei der Farbkorrektur die Gesamtheit des geschnittenen Materials berücksichtigt werden. Diese Korrekturen werden gewöhnlich in speziellen Räumen,. mit gedämpften Licht und Klasse1 Monitoren von Spezialisten durchgeführt.

 

FAZ

im Gegensatz zur MAZ bezeichnet FAZ die Aufzeichnung auf Film - also die Ausbelichtung zum Beispiel durch einen Arri-Laser.

Heute werden Filme noch in den meisten Fällen auf 35mm Film gedreht. Für die Postproduktion werden sie dann gescannt und in digitalen Schnittsystemen editiert. Für die Vorführung in konventionellen Kinos werden die digitalen Bilder dann wieder auf Film ausbelichtet.

 

Final Cut

ist die Bezeichnung für die letzte und endgültige Szenenmontage eines Films

 

 

Final Cut Pro

ist ein kommerzielles Video- und Filmschnittprogramm, das 1998 für Macromedia unter dem Namen "Keygrip" als Windows-Schnittsystem entwickelt wurde. Heute wird es von Apple vertrieben und weiterentwickelt. Dieses Programm läuft ausschließlich unter OSX.  Final Cut Pro hat in den letzten Jahren Einzug im professionellen Bereich gehalten, weil es ein umfangreiches Komplettpaket mit vielen Bearbeitungsmöglichkeiten zu einem relativ günstigen Preis bietet.

 

Fischauge/Fisheye

extremes Weitwinkelobjektiv - alle Linien, die nicht durch den Mittelpunkt verlaufen werden gekrümmt. Der Effekt ist ähnlich dem, wie ein Fisch Unterwasser sieht - daher der Name. Geeignet für Panorama- oder Effektaufnahmen.

Fisheyes für das Kleinbildformat haben Brennweiten um 16 mm, einen diagonalen Bildwinkel von 180° und ein vollformatiges Bild. 

Um den Fischaugen-Effekt zu erzielen, sind auch Vorsatzlinsen für normale Objektive erhältlich, dabei müssen aber erhebliche Einbußen bei der Bildqualität in Kauf genommen werden. 

 

verschiedene SDTV und HDTV Normen
verschiedene SDTV und HDTV Normen

HDTV

High Definition Television - bezeichnet hochauflösendes Fernsehen. In Vergleich zu SD (Standart Definition - PAL, SECAM, NTSC, MESECAM) hat es eine bis zu viermal höhere Auflösung.

Es gibt zwei Auflösungen bei HDTV 1080 Zeilen und 720 Zeilen Bildhöhe. Das 720er HD ist immer progressiv - arbeitet also mit Vollbildern(720p). Beim 1080er HD gibt es die progressive Variante 1080p und 1080i (interlaced) die mit dem Zeilensprungverfahren arbeitet. Interlaced hat den Nachteil, dass es mit Halbbildern arbeitet. Das bedeutet, das 50 mal in der  Sekunde 520 Zeilen übertragen werden dadurch wirken die Bilder nicht so scharf wie progressive. Außerdem gibt es kaum noch Fernsehgeräte, die Interlaced Signale darstellen können. Intern müssen die i-Signale also erst einmal durch einen Deinterlacer, der wieder ein progressives Signal daraus macht - was die Bildqualität natürlich nicht verbessert.  Der einzige Vorteil der 50i-Signale ist, das schnelle Bewegungen nicht so schnell ruckeln wir bei 25p. 

Die ARD produziert deshalb in 720/50p mit 50 Vollbildern umgeht man das ruckeln genauso. Erstrebenswert wäre 1080/50p. Gedreht wird schon mit dieser Auflösung - nur beim Senden wäre die Datenrate so hoch, das es derzeit technisch noch nicht machbar ist.

 

Für Kinofilme und Werbung werden mittlerweile meist größere Auflösungen genutzt - 2K, 4K, 6K oder 8K.

Diese Abkürzung beschreibt die Auflösung der Bildbreite. Bei 2K sind das entsprechend 2.048 Pixel, bei 4K - 4.096 Pixel. Die Bildhöhe variiert ja nach Seitenverhältnis. 

 

Auch Spielfilme, die auf Film gedreht werden, werden heute meist in 2K oder 4K gescannt und dann digital geschnitten.

High-Key/Low-Key

Die Ausdrücke High-Key und Low-Key, beziehen sich auf die Tonwerte des Bildes. Eine High-Key-Aufnahme weist vorwiegend helle bis mittlere Tonwerte auf, wärend die Low-Key-Aufnahme haupsächlich schwarze und dunkelgraue Tonwerte besitzt.

 

HMI

Halogen-Metalldampf-

lampen gehören zu den Gasentladungslampen. HMI-Lampen sind eine Weiterent-

wicklung der Quecksilber-

dampflampen. Durch Zu-

sätze von Halogenver-

bindungen und seltenen Erden konnten Farbwider-

gabe und Lichtausbeute 

gesteigert werden. Weiterhin ist Xenon oder Neon als Startergas enthalten. Die Halogen-Metalldampf-

lampe erreicht einen sehr hohen Farbwidergabeindex von bis zu 96, sehr hohe Lichtausbeute von bis fast 120 lm/W. HMI-Lampen gehören neben den Natriumdampflampen und LED_Lampen zu den effizientesten Lampen überhaupt. Die HMI Lampe ist eine Tageslichtlampe, das heißt die Farbtemperatur liegt bei 5600K.


Matte Box/Kompendium

eine Aufwendiger Art der Streulichblende die vor allem bei Filmkameras verwendet wird. Meist kann man an die Matte Box zusätzliche Flügel montieren, die verstellbar sind und so das unerwünschte Streulicht besser abschirmen. Die obere heißt French-Flag oder Dach, die seitlichen Side-Flags. In der Regel gibt es bei der Matte Box die Möglichkeit zusätzliche Filter einzuschieben.

 

MAZ

steht für magnetische Aufzeichnung - damit ist die Aufzeichnung auf Videobänder gemeint. Im Fachcinesisch werden auch die professionellen Videorecorder in den Studios als MAZen bezeichnet.

 

Sony MAZ (Mulitformat MpeG IMX; Digital Betacam, Betacam SP, Betacam SX, Betacam
Sony MAZ (Mulitformat MpeG IMX; Digital Betacam, Betacam SP, Betacam SX, Betacam


Nachsprecher

soe bezeichnet der Toningenieur am Set Textpassagen der Schauspieler, die noch einmal aufgezeichnet werden ohne das die Kamera läuft. Durch diese Aufnahmen in der original Geräuschkulisse können später im Schnitt ein Wort oder ein Satz, der vielleicht undeutlich gesprochen war ausgetauscht werden. So muss man wenn Kameraführung und Schauspiel aus Sicht des Kameramannes und des Regisseurs perfekt waren nicht komplett neu drehen.

ND-Filter

ND steht für Neutral Density oder neutrale Dichte - ND-Filter sind "neutralgraue" Filter, die das  Licht vor aliem in der Intensität reduzieren, ohne die  Farben dabei zu beeinflussen. Im Grunde sind sie sowas wie eine Sonnenbrille für die Kamera. Deshalb finden sie bei sehr hellen Drehorten Verwendung. SIe bewirken, dass man trotz starken Lichts die Blende weit öffnen kann um wenig Tiefenschärfe zu haben. Fotografen verwenden sie um auch am Tage sehr lange  Belichtungszeiten zu realisieren.

 

OLED

Eine organische Leuchtdiode (organic light emitting diodeOLED) ist ein dünnfilmiges leuchtendes Bauelement aus organischen, halbleitenden Materialien, das sich von den anorganischen leuchtdioden (LED) dadurch unterscheidet, dass Stromdichte und Leuchtdichte geringer sind und keine einkristallinen Materialien erforderlich sind. Im Vergleich zu herkömmlichen LED lassen sich organische Leuchtdioden daher kostengünstiger herstellen, ihre Lebensdauer ist jedoch derzeit geringer als die herkömmlicher Leuchtdioden. Sie liegt bei etw 10.000 Stunden.

Die OLED-Technologie ist vorrangig für Monitore, Fernseher oder Handydisplays. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die großflächige Raumbeleuchtung.

Aufgrund der Materialeigenschaften ist eine mögliche Verwendung der OLEDs als biegsamer Bildschirm und als elektronisches Papier interessant. Hauchdünne, transparente Beschichtungen für Fenster und Wände mit der Möglichkeit, an beliebiger Stelle und in beliebiger Größe einen „Monitor“ erscheinen zu lassen oder eine Lichtquelle zu platzieren, sind Anwendungsmöglichkeiten.

Derzeit sind die größten professionellen Displays in OLED-Technologie 15" Sony hat einen 17" und einen 25" Boroadcastmonitor angekündigt.

Im Consumer-Bereich stellte LG auf der IFA 2010 ein Modell mit 31" vor.

 

P2

ist ein von Panasonic entwickelter Typ von Speicherkarten für die Aufnahme mit Videokameras für bandlose Aufzeichnung. Die P2-Speicherkarte entspricht in ihren Abmessungen einer PCMCIA-Karte, in der vier SD-Karten zusammengeschaltet werden. Dadurch wird eine höhere Schreibgeschwindigkeit als bei einzelnen Flash-Speichern ermöglicht. 

P2-Karten können zur Datenübertragung in PCMCIA-Slots von Laptops gesteckt und wie ein Laufwerk verwendet werden. Bei Schnittsystemen die Nativ mit MXF-Files arbeiten (z.B. Avid) kann man direkt von der Karte schneiden ohne zu Capturen.

Diese Karten sind extrem robust und halten Beschleunigungen von bis zu 15G aus. P2-Kameras sind häufig Multiformat-Kameras, die sowohl SD als auch HD Formate aufzeichnen können.

 

Aufzeichnungsformat       Farbsubsampling      Datenrate      
DV 4:2:0   25 Mb/s
DVCPro 4:1:1   25 Mb/s
DVCPro50 4:2:2   50 Mb/s
DVCProHD 3:1,5:1,5 100 Mb/s
AVCIntra50 4:2:2   50 Mb/s
AVCIntra100 4:2:2

100 Mb/s

AVCUltra 4:2:2/4:4:4 200 Mb/s

 

PAR

der Name leitet sich von der amerikanischen Bezeichnung parabolic aluminized reflector ab. Pars haben einen Parabolreflektor und geben fast paralleles Licht ab. Dazu gehört ein Linsensatz mit dem sich die Lichtcharakteristik ändern lässt.

 

Beispiel für einen Vorsatzlinsensatz von ARRI

 

Ausleuchtungswinkel  Bezeichnung    Linsenstruktur        Farbcode   
9°/10° Spot Glatt Blau
Elipse 10°x 20° Narrow Flood kleine Vierecke Schwarz
Ellipse 20° x 45° Flood große Vierecke Grün
50°/58° Super Flood Sechsecke Rot
38°/39° Stufe Stufenlinse Frost Silber

 

Polarisationsfilter

Ein Polarisationsfilter ist in der Lage, Spiegelungen auf allen glänzenden Oberflächen zu reduzieren. Das, sonst in alle Richtungen schwingende, Licht wird in flachem Winkel auf spiegelnden Flächen in eine Richtung gelenkt, d.h. die Lichtwellen schwingen dann in einer Ebene. Das andere Licht wird herausgefiltert. EIn zweiter Einsatzzweck ist Kontraste zu erhöhen zum Beispiel wenn man einen schönen tiefblauen Himmel haben möchte. Das funktioniert am besten, wenn man 90° zur Sonneneinstrahlung dreht. je weiter man in die Achse des Lichts kommt, desto schwächer wird der Effekt.

RAW

Als RAW (deutsch: Roh) wird ein Bild bezeichnet, das von der Kamera unverfälscht und unkomprimiert gespeichert wird. Das eigentliche RAW-Bild ist ein Schwarzweißbild. Die drei Grundfarben (Rot, Grün, Blau) sind den Pixeln nach einem bestimmten System zugeordnet. Erst durch das anwenden eins Rechen-Algorithmus, dem sogenannten Debayering - werden den Pixeln die Farben zugeordnet. Der Vorteil: Weißabgleich, Farben, Sättigung, Kontrast, Schärfe... können noch nach der Aufnahme geändert werden. Bei Fotos können Fehlbelichtungen bis zu drei Blenden ausgeglichen werden bei Filmaufnahmen bis zu 1,5 Blenden.

 

Russian Arm

ist ein auf ein Fahrzeug (oft ein SUV) montierter Kamerakran. Dieser Kran ist vollständig ferngesteuert und mit einem gyrostabilisierten dreiachsigen Remotehead bestückt. Mit solchen Fahrzeugen kann man Kamerafahrten bis zu 160 km/h realisieren oder ruhige Kamerafahrten im Gelände. Dieses Prinzip wurde in den 80er Jahren in der UDSSR erfunden - daher der Name.

 

Schärfentiefe

oder auch Tiefenschärfe bezeichnet den Raum im Bild, der scharf abgebildet ist. Beide Begriffe finden umgangssprachlich Verwendung. Häufig jedoch wird Schärfentiefe als richtig bezeichnet, da logischer aufgebaut (Tiefe der Schärfe, ähnlich Wassertiefe). Je weiter die Schärfentiefe reicht, desto größer wird der scharf abgebildete Bereich. 

 

Mit drei Dingen kann man die Schärfentiefe beeinflussen:

Brennweite:
Je größer die Brennweite, desto geringer die Tiefenschärfe.

Blende:
Je größer die Blendenzahl, desto größer wird der scharf abgebildete Bereich.

Abstand:
Je geringer der Abstand zum Motiv, desto geringer die Tiefenschärfe


50mm Festbrennweite Blende 1.8
50mm Festbrennweite Blende 1.8
50mm Festbrennweite Blende 8
50mm Festbrennweite Blende 8

SDI

Das Serial Digital Interface ist eine serielle, digitale Schnitt-

stelle zur Übertragung unkomprimierter und unverschlüsselter Videodaten über Koaxialkabel oder Lichtwellenleiter. In den meisten Fällen wird das Signal über 75Ω BNC-Kabel übertragen. Es kommt vorwiegend im Bereich professioneller Fernseh- und Kinotechnik zum Einsatz.  Die SDI-Schnittstelle wird von der SMPTE spezifiziert.

 

Standard               Name          Bitraten                            Videoformate

SMPTE 259M

 

 

SD-SDI

 


270Mbit/s, 360Mbit/s,

143Mbit/s, 177Mbit/s

 

480i(NTSC),

576i (PAL)

 

SMPTE 344M

 

 

540Mbit/s

 

480p, 576p

 

SMPTE 292M

 

 

HD-SDI

 

 

1,485 Gbit/s

und 1,485/1,001 Gbit/s

 

720p,

1080i (HDTV)

 

SMPTE 372M

 

 

Dual Link

HD-SDI

 

2,970 Gbit/s 

und 2,970/1,001 Gbit/s

 

1080p

 

 

SMPTE 424M

 

 

3G-SDI

 

 

2,970 Gbit/s

und 2,970/1,001 Gbit/s 

 

1080p

 

 



Skater mini mit Arri 435
Skater mini mit Arri 435

Skater mini

Der Skater ist ein sehr kleiner, kompakter Kameradolly von P+S technik. Erfunden hat ihn der Kameramann Sebastian Kramer. Durch drei verstellbare Skaterrollen kann man Kurvenfahrten mit verschiedenen Radien vorprogrammieren. Mit einer Balastbarkeit von 35kg kann er auch schwere Filmkameras tragen. Der Skater ist schnell aufzubauen und man kann schnell und einfach Kamerafahrten auf einen ebenen Fläche realisieren. Für dieses einfache Prinzip gab es einen Technik Oscar.

 

SMPTE

Society of Motion Picture an television Engineers - legt Normen und Standards im Film- und Fernsehbereich fest. Beispiele sind der SMPTE Farbbalken, Der SMPTE Timecode und Standards für Videokassetten, digitale Videoformate (MXF), Videosignalübertragungsstandards (SDI) oder die Standardisierung von HDTV.

 

Stufenlinse

ist ein Scheinwerfer der sehr oft in der Filmindustrie verwendet wird. Die Scheinwerfer haben eine besondere Linse, eine sogenannte Fresnel-Linse. Diese Linse ist im Grund eine normale Linse, die in ringförmige Segmente geteilt ist. Weil Licht nur beim passieren der Oberflächen einer Linse gebrochen wird, lässt sich das Volumen der Linsen erheblich reduzieren, was zu einer erheblichen Gewichtseinsparung führt. Außerdem wurden Linsen mit 30cm Durchmesser und mehr sehr dick werden. Durch die extreme Wärmeentwicklung in den Filmscheinwerfern könnten die Linse zerspringen. Die Rückseite der Stufenlinsen hat meist eine facettenartige Struktur, damit sich der Wolframdraht der Lampe nicht in der Projektion abzeichnet. Das Lichtfeld läuft nach außen weich aus. Der Abstand zwischen Lampe und Reflektor ist fix. Stufenlinsen Scheinwerfer lassen sich zusätzlich durch die Entfernung der Leuchtquelle hinter der Linse fokussieren (spot - hartes Licht) oder weicher (flood - weiches Licht) einstellen.

Timecode

ist die zeiteinheit bei Film-,Video- oder Tonaufzeichnungen. Einheiten sind Stunde:Minute:Sekunde:Frame(das einzelne Bild). Es gibt verschieden Arten von Timecodes:

 

LTC

Longitudinal Timecode - er ist im Grunde ein Tackt, dem kein fester Wert zugeordnet ist und wird auf einer Extraspur neben der Audiospur aufgezeichnet.

 

VITC

Vertical Impact Timecode - dieser Timecode ist in das Bildsignal integriert. Jedes Einzelbild hat einen genauen Wert , einen genaue Zuordnung. So kann man immer nachvollziehen welche Stell des Materials gemeint ist, denn 10:48:23:16 ist immer dieses eine Bild. Dadurch lassen sich auch bei großen Materialmengen Bilder für den Schnitt sicher finden. Die geplanten Einstellungen werden meist in einem Videosichtprotokoll (engl. Shotlist) aufgeschrieben

 

Kameramann bei Dreherbeiten an einer polnischen Landstraße
Kameramann bei Dreherbeiten an einer polnischen Landstraße

 

Vimeo

Wir Sind Aussteiger!